Sie beruht auf den Erkenntnissen, das Erkrankungen der inneren Organe und Organsysteme im zugehörigen Segment des Körpers erhöhte Spannungen im interstitiellen Bindegewebe erzeugen. Durch diesen Reiz wird das gesamte zugehörige Körpersegment beeinflusst. Die Bindegewebsmassage ist eine spezielle Form der Reflexzonenmassage. Man geht davon aus, daß bei Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates eine Dysbalance der Spannungen und eine Störung des Stoffwechsels der Subkutis entsteht. Alle Gewebsabschnitte mit einer veränderten Spannung oder einer Verklebung werden mit einer besonderen Technik gereizt, bis ein Spannungsausgleich hergestellt ist. Die Massagetechnik wird mit den Fingerkuppen des 3. und 4. Fingers unter Zugreiz ausgeführt, dabei entsteht in diesen Bindegewebszonen ein helles Schneide- und Reizempfinden, welches schmerzhaft sein kann. Bei Reizung des subkutanen Bindegewebes kommt es direkt zu einer Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Indirekt oder reflektorisch werden die Organe und ihre Funktionen beeinflusst. Neben diesen allgemeinen und reflektorischen Wirkungen werden durch den lokalen Spannungsausgleich Störungen des Bewegungsapparates verbessert.